Samstag, 25. Januar 2014

DVD rippen in 2014

Gut, das Thema "DVD rippen" war vor vielen Jahren für mich sehr interessant und wichtig, das war zu der Zeit als "Video-on-demand" noch nicht verfügbar war, und es noch keine Smartphones und Tablets gab. Ich kann mich noch an die kurze Zeit der Automaten-Videotheken erinnern, die damals wie Pilze nach einem Gewitter aus dem Boden aufgetaucht sind.

Ende des letzten Jahrtausend als sich die Videocodecs entwickelten (Avi, Mpeg, DivX, Xvid usw.) war es möglich ein damals 6 - 8 GB großer Film auf anfangs zwei CDs (650 bis 700 MB) später nur noch einer CD (650 - 700 MB) zu rippen. Dabei war die Qualität so gut, dass es für den Durchschnittsmenschen keinen wirklich sehbaren Qualitätsverlust bedeutete - ein Meilenstein!

Ich kann mich sehr dunkel an die ersten DVD-Rip-Versuche erinnern, damals auf einer der ersten verfügbaren Intel-Pentium-CPUs (60 Mhz), mit einem der ersten Programme welches für den Rip einer kompletten DVD um die 8 - 12 Stunden benötigte. Damals gab es nachdem die CSS Verschlüsselung gehackt wurde, unsäglich viele Spezialprogramme die man eben nur mit Spezialwissen bedienen konnte um einen DVD-Rip zu machen. 

Um das Jahr 2003/2004 kam dann DVDShrink:

Das Programm war sehr einfach zu bedienen und hat gleichzeitig den CSS-Kopierschutz den damals die meisten DVDs hatten ausgehebelt. Ziel war einfach nur eine DVD von ca. 8 GB auf einen normalen 4,7 GB Rohlink herunter-zu-shrinken. Man konnte aber auch eine neue DVD re-authoren, und z.B. das DVD-Menü rauswerfen, oder solche Dinge wie Raubkopierer-Hinweise, die damals sehr beliebt waren und man sich als DVD-Käufer ansehen musste (konnte nicht übersprungen werden). 

Als der CSS-Kopierschutz geknackt war, hat sich die Industrie natürlich weitere Kopierschutzmaßnahmen ausgedacht. Das war auch gleichzeitig die Geburtsstunde von Slysoft um die passenden Gegenprodukte bereitzustellen. CloneDVD und später AnyDVD machten die Runde. (AnyDVD wird nach wie vor weiterentwickelt). 


Ich habe mir damals sehr früh eine Lizenz gekauft mit lebenslangem Update-Recht ;) Und auch heute würde ich das Programm noch empfehlen, es läuft brav im Hintergrund schmeißt den Kopierschutz über Board und man kann mit dem Lieblingsprogramm seiner Wahl seine DVD rippen.

Irgendwann war mir das Rippen von DVDs aber zu blöd, weil der Aufwand auch zu groß war. Man mußte in der Automaten-Videothek den Film reservieren (sofern er nicht ausgeliehen war), ist hingefahren hat sich den abgholt, nach Hause um den Film zu rippen, anschließend wieder den Film(e) zurückgebracht, damit man nur einen Euro bezahlen muss (für eine Leihdauer von 3 Stunden). Anschließend hat sich das Ganze evtl. wiederholt - einfach viel zu aufwendig. So ist meine AnyDVD-Lizenz in Vergessenheit geraten und ehrlich gesagt kann ich nicht mehr erinnern wann ich zuletzt eine DVD mit einem Film gebrannt habe - das muss Jahre her sein.


Heute würde ich für das Rippen von DVD (wobei ich hier nicht mehr im Thema bin, dazu bin ich zuviele Jahre draussen) folgende Kombi empfehlen

1) AnyDVD
2) Handbrake


Der Vorteil von Handbrake ist, man kann z.B. eine DVD auf der von einer Serie mehrere Episoden enthalten sind, diese einzeln in einen aktuellen MKV-Container rippen. Oftmals liegen diese Episoden aneinandergeklebt auf der DVD, und das Schneiden entfällt, da man einfach in HandBrake die Kapitel von/bis auswählt und fertig. Dazu stellt man das ganze in eine Queue und kann so eine DVD in einem Rutsch rippen auch wenn darauf mehrere Episoden enthalten sind, kommen einzelne MKV-Files heraus.


Doch lohnt das alles - und ehrlich gesagt mit illegalen Angeboten kann das alles nicht mithalten. Wenn ich mich online etwas umsehe, kann ich ganze Staffeln, Filme mit ein paar Klicks von einem der gängigen Filehoster sehr schnell downloaden. Dazu muss ich nicht das Haus verlassen, ich muss kein Monatsabo abschließen, ich muss mich nicht mit dem aufwendigen Rippen beschäftigen (selbst wenn das heute in 10 Minuten/DVD erledigt ist). Dazu kommt die Filme sind in allen Größen (700 MB bis Blueray-Original-Grösse) verfügbar und man kann sich so schnell und unkompliziert seine eigenes persönliches Filmarchiv schaffen - aber dafür eben illegal.

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