Samstag, 19. September 2015

Dell Inspiron 3050 Mini-PC

Noch nachgeliefert, vor knapp 3 Wochen habe ich mir aus einer Laune heraus und weil der Preis gerade gut war einen kleinen Mini-PC gekauft, genauer gesagt, den "Dell Inspiron 3050":



Ende Aug.2015 hat Dell den kleinen Micro-PC für genau 169,00 Euro im Angebot gehabt, inklusive Versandkosten (das muss man ja immer noch erwähnen), und genau für diesen Preis habe ich das Teil gekauft. Der Normalpreis war zu diesem Zeitpunkt 199 Euro abzgl. 30 Euro aufgrund einer Aktion. Die Specs könnt Ihr hier nachlesen:


Entscheidend fand ich dass mit dem PC ein komplettes Win 8.1 (with Bing) vorinstalliert war. Und ein (with Bing) ist ein richtiges Win 8.1 lediglich mit ein zwei kleinen Voreinstellungen die man auch ändern kann (z.B. MSN-Suche im Browser).

Das Setup war sehr einfach und man konnte sofort mit dem Rechner loslegen. Auch eine Windows 10 Reservierung war möglich und ich hab mir Win10 auf das Teil heruntergeladen. Da der PC jedoch nur mit einer 32 GB SSD (M.2 SSD) daherkommt und Dell gefühlt 6 oder 8 GB an einer Systempartition angelegt hat, war natürlich für ein Win10-Update zuwenig Platz auf der SSD. Also dachte ich mir löscht Du einfach die Systempartition (in der auch die Win 8.1 with Bing Installation lag) dann wäre genügend Platz für die Win10-Update-Installation vorhanden. Dabei habe ich mir leider den Bootvorgang zerschoßen und weg war das Win8.1 with Bing - ich hätte mir vorher einfach per Acronis oder Ähnlichem eine Komplettsicherung der SSD vornehmen sollte, habe ich aber nicht weil ich zu faul war. Ok nun ging die Zeitvernichtung los, ich habe noch einen alten 30 Euro Win 8 Pro Key den ich noch nicht benutzt hatte, also dachte ich mir benutzt Du den um auf den PC ein legales Windows zu installieren. Aber ich kann leider kein Win 8.1 mit diesem Key installieren sondern muss ein Windows 8 installieren, damit der Key funktioniert, ok. Dast hat schon lange gedauert, anschließend habe ich dann das Update auf Windows 8.1 gemacht, was nochmals lange gedauert hat, um anschließend wieder eine Windows 10 Registrierung durchzuführen, das Update downzuloaden um irgendwann ein Windows 10 Pro auf dem kleinen Mikro PC zu haben. Merke: einfach vorher eine Komplettsicherung im Auslieferungszustand machen, dann ist man deutlich flexibler gegen Bedienfehler!

Jetzt habe ich aber die Installation mit der Standard-Ausführung durchgeführt, d.h. ich habe ein Windows 8 mit 32Bit verwendet, da der PC ja nur 2 GB RAM hat, in der Zwischenzeit habe ich aber einen 4GB Riegel gekauft von dem ich jetzt nur 2,88 GB verwenden kann - naja zumindest ein GB mehr als in der Standardausführung. Mal sehen evtl. installiere ich ein 64Bit Windows darüber, d.h. ich mache mir vorher natürlich eine Komplettsicherung meines Windows 10 in 32 Bit und installiere dann einfach Win10 in 64Bit und schaue ob sich Windows 10 gleich automatisch aktiviert und ob es in 64Bit besser läuft.

Wenn es interessiert, folgenden RAM-Riegel habe ich gekauft, funktioniert tadellos in dem kleinen Dell, einen "Crucial CT51264BF160BJ Arbeitsspeicher 4GB" für 25,20 Euro bei Amazon.

Windows 10 in 32 Bit läuft ganz ok darauf, aber eine Renn-Semmel ist der PC natürlich nicht, dazu ist die CPU (Celeron J1800) einfach zu lahm. Lt. Benchmark nur 1059 Punkte, und damit nur halb so schnell ein ein Core2Duo 8400 mit 3 GHz, oder anders gesagt mein i7-3770 der jetzt auch schon über 2,5 Jahre alt ist ist um den Faktor 9 schneller.

Draufsicht (noch mit Schutzfolie):

Die Rückansicht mit angestecktem Display-Port und zweimal USB (Tastatur + Maus). Daneben gibt es noch einen HDMI-Anschluß und natürlich LAN und neben dem LAN der Audio-Ausgang (3,5 Klinke):



Mit im Paket für 169,00 Euro eine Maus und eine Tastatur (beide empfinde ich als sehr gut):


Die Tastatur nochmals im Detail:


nochmals die Tastatur:


und die Maus:


Der Dell von oben:


Frontseite (mit Anschaltknopf):


Seitenansicht links mit 1 x USB 3.0 und 1 x USB 2.0 und Anschluß für Kensington Lock:


Seitenansicht rechts (nicht ganz scharf), aber Card-Reader für SD-Karten ist erkennbar:



die Rückansicht, die Anschlüsse (von links nach rechts (Netzteil-Anschluß, Display-Port, HDMI, 2 x USB 2.0, LAN-Anschluß und Audio-Ausgang mit 3,5 Klinke):



die Boden-Ansicht


und das externe Netzteil:



Natürlich habe ich als Erstes den PC zuhause aufgeschraubt, man muss ja wissen und sehen was in dem Mikro-PC so steckt:

4 kleine Schrauben am Boden des Dell lösen und mann kann vorsichtig den oberen Bereich "heraushebeln":


Dann hat man zwei Teile, einen Teil des Gehäuse und den PC:


So sieht der Dell aus. Man erkennt hier die beiden Alu-Bügel in der die 4 Schrauben des Boden steckten. Diese beiden Bügel kann man auch lösen um die Platine komplett lösen. Sehr schnell ist der RAM-Riegel getauscht (der Dell hat nur einen Steckplatz, d.h. max einen 4 GB-Riegel):


Hat man die Alu-Bügel entfernt hat man vollen Zugriff auf die Platine, einzig die Kabel für die WLAN-Antenne sind mit dem Rest des Gehäuse verbunden:


Detailansicht des WLAN-Moduls mit den Kabel für die Antenne:


Das folgende Bild ist nicht ganz scharf, zeigt aber zwei interessante Details, zum einen dass man in die Oberseite des Gehäuse eine Standard 2,5 Zoll Festplatte (HDD oder SSD) einbauen kann, zum anderen den SATA-HDD-Anschluß (im übernächsten Bild nochmals im Detail) direkt zwischen den beiden Kabeln (rot/schwarz) und (schwarz/weiß):


Hier nochmals der SATA HDD Anschluß im Detail, dafür benötigt man leider ein Flachbandkabel das leider nicht ganz günstig ist. Ich selbst habe mir noch Keines gekauft, da ich nicht weiß welches Kabel hier exakt funktioniert und bevor ich 20 Euro und mehr dafür ausgebe, muss ich mir das nochmals genauer ansehen und googeln (passenden Thread bei Dell http://en.community.dell.com/support-forums/desktop/f/3514/t/19636660 bzw. könnte folgendes Kabel passen (HP Envy 17 Series 6017B0421501 HDD Cable Hard Disk Connector Cable Retail):


Die entsprechende M.2 SSD ausgebaut (4,2 cm lang):

und den Steckplatz in dem die SSD steckt (auf der rechten Seite des Bildes). Es würde eine 4,2 cm lange M2. SSD oder eine 8 cm lange M.2 SSD passen (erkennt man am folgenden Bild, in der Mitte der schwarze Befestigungs-Button, den man noch knapp 2 cm weiter nach links versetzen könnte):



D.h. zurückkommend auf die M.2 SSD könnte man vermutlich folgende M.2 SSD verwenden (http://www.amazon.de/Transcend-MTS400-M-2-128GB-SATA/dp/B00KLTPUU0/ref=sr_1_3?ie=UTF8&qid=1442680360&sr=8-3&keywords=m.2+ssd). Bisher habe ich aber noch keine gekauft.

D.h. man könnte ein konventionelle 2,5 Zoll SSD mit Spezial-SATA-Kabel für um die 20 Euro einbauen oder eben um die 60 Euro bei Amazon für eine 128 GB M.2 SSD ausgeben. Naja damit wird der kleine Mikro-PC doch deutlich teurer im Gesamtbudget, aber für einen kleinen Webserver oder Ähnliches mit zusätzlicher größerer HDD/SSD hätte der Mikro-PC einen Verwendungszweck.


Seinen eigentlichen Verwendungszweck bei mir hat der Mikro-PC noch nicht gefunden, vorher steht wie gesagt ein Windows-Update auf 64Bit an, bzw. evtl. doch eine größere Festplatte (HDD oder SSD). Evtl. bekommt der PC seinen Platz direkt neben meiner neuen fritzBox - mal sehen, bzw. wenn ich noch ein Hardware-Update vornehme, gibt es hier auch einen Update des Posts.

Wer sich für so einen kleinen Mini-PC für die ein oder andere Spezial-Aufgabe interessiert könnte ja auch mal bei diversen anderen Projekten nachsehen z.B:
https://www.indiegogo.com/projects/ockel-sirius-b-the-powerful-windows-10-pocket-pc#/
Natürlich sehr smart und sehr cool einen PC in der Grösse einer kleinen USB-Festplatte zu besitzen, aber auch hier ist die Frage nach der Leistung und ob ein Desktop für die Arbeit darauf Spaß macht. Die dort verbaute CPU (Intel® Atom™ Processor Z3735F) ist auch nicht schneller als die Celeron J1800 CPU in meinem neuen Dell-Mini.

Kommentare:

  1. Danke für diese ausführliche Beschreibung :) Kannst du mir denn noch mehr zur Tastatur sagen? Wie ist der Druckpunkt? Ich bevorzuge nämlich Tastaturen, die einen niedrigen Druckpunkt haben, so in etwa wie beim Laptop.
    Gruß, Jens!

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  2. Die Tastatur ist sehr gut, und meiner Meinung nach besser als die Standard-Tastaturen die Dell z.B. Ihren Inspirons mitgibt, aber kein niedriger Druckpunkt. Viel mehr kann man für knapp 200 Euro als Gesamtpaket auch nicht erwarten.

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  3. Wir haben auf der Arbeit diese Art von "PC". Da gibt es nur Probleme mit. Wenn man beispielsweise einen USB Stick mit mehr als 4GB anschließen möchte, dann streikt er und erkennt ihn nicht. Die Startzeit ist auch suboptimal, oft ruft mein Arbeitskollege an und sagt, ich soll doch bitte schon mal starten.
    Wir arbeiten mit den Eagle Systemen von Dell.

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